Die drohende Schließung der ehemaligen Görlitzer Bahnbrücken zwischen Alt-Treptow und Kreuzberg zum 30.06.2026 sorgt für große Besorgnis und Kritik bei der Grünen Fraktion Friedrichshain-Kreuzberg und den Anwohner*innen. Die Flächen im Bezirk Treptow-Köpenick, die sich im Eigentum der Deutschen Bahn befinden, sollen nach Kündigung des Mietvertrags durch die Deutsche Bahn gesperrt werden – mit gravierenden Folgen für die Kieze.
Seit Jahrzehnten nutzen Anwohner*innen die ehemaligen Bahnbrücken als direkte Fuß- und Radverbindung und als Grünverbindung zwischen den Bezirken und den Kiezen im sogenannten „Dreiländereck“. Ihr Wegfall würde eine zentrale, alltagstaugliche Verbindung kappen und den Druck auf umliegende Grünflächen wie den Görlitzer Park massiv erhöhen. Besonders betroffen sind Familien, ältere Menschen und Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, die auf sichere und direkte Wege angewiesen sind .
Dass Gespräche über eine Übernahme der Flächen durch das Land Berlin zwischen dem Bezirksamt Treptow-Köpenick, der Deutschen Bahn und dem Senat bislang ohne Ergebnis geblieben sind, ist aus Sicht der Grünen Fraktion Friedrichshain-Kreuzberg nicht hinnehmbar. Angesichts der Dringlichkeit braucht es jetzt ein entschiedenes Handeln auf der für Brücken zuständigen Senatsebene.
„Wenn diese Verbindung wegfällt, wird der Kiez faktisch zerschnitten. Für viele Menschen würde das längere und umständlichere Wege im Alltag bedeuten – das ist verkehrs- und sozialpolitisch nicht akzeptabel. Wer in einer wachsenden Stadt ernsthaft darüber nachdenkt, funktionierende Fuß- und Radachsen stillzulegen, hat den Bezug zur Realität verloren. Wir brauchen mehr davon – nicht weniger“, erklärt die Fraktionsvorsitzende Olja Kotarewa.
Die Grüne Fraktion Friedrichshain-Kreuzberg fordert daher den Senat auf, unverzüglich mit der Deutschen Bahn eine tragfähige Lösung für die Görlitzer Brücke und den gesamten Grünzug auf dem Bahndamm in Treptow zu verhandeln. Ziel muss es sein, die Flächen dauerhaft für die Öffentlichkeit zu sichern – mindestens aber eine kurzfristige Zwischenlösung zu schaffen, um die Sperrung zu verhindern. Auch dürfen die Potenziale des Bahndamms für eine behutsame Weiterentwicklung – etwa durch bessere Aufenthaltsqualität, ökologische Aufwertung oder stärkere soziale Nutzung – nicht leichtfertig aufgegeben werden.
PM: Görlitzer Bahndamm darf nicht dichtmachen!
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