Wir blicken auf bewegte und arbeitsreiche Jahre zurück. In einem Bezirk, der für Vielfalt, soziale Gerechtigkeit und ökologischen Wandel steht, haben wir uns jeden Tag aufs Neue mit Nachdruck eingesetzt: für Klimaschutz, bezahlbaren Wohnraum, nachhaltige Mobilität, kulturelle Angebote, eine starke soziale Infrastruktur- und Beteiligungsformate für alle.

  1. Umwelt und Klima
  2. Bauen und Wohnen
  3. Mobilität
  4. Soziales
  5. Kinder und Jugendliche
  6. Kultur
  7. Demokratie und Teilhabe

 

Umwelt und Klima

Unsere Vision: Xhain ist grün. In allen Straßen im Bezirk spenden Straßenbäume an heißen Tagen Schatten. Regenwasser versickert vor Ort. Blühwiesen und Sträucher dienen Insekten und Tieren als Lebensraum. Unser Bezirk ist unabhängig von fossiler Energie und wird noch vor 2045 klimaneutral.

Das haben wir erreicht

Klimaschutz und Energie

  • Ein Klimateam eingestellt und mit ihnen ein Klimaschutz- und ein Klimaanpassungskonzept für den Bezirk erstellt.
  • 10,7 Mio. € an Fördermitteln zur Umsetzung des Konzepts eingeworben.
  • Mit Entsiegelungsmaßnahmen wie am Görlitzer Ufer, in der Friedenstraße und am Schleidenplatz über 14.500 m² Fläche entsiegelt oder versickerungsfähiger gestaltet.
  • In über 60 bezirklichen Gebäuden smarte Heizkreisregelungen installiert, die jedes Jahr 2.500 Tonnen CO² einsparen.
  • Auf bezirklichen Gebäuden 30 Solaranlagen mit einer Gesamtleistung von ca. 850 kWp installiert. Bis Ende 2026 kommen noch 12 Anlagen dazu.

Stadtgrün und Entsiegelung

  • Straßenbäume gerettet und geschützt, etwa in der Ruhlsdorfer Straße, Blücherstraße und Alexandrinenstraße.
  • Beratung und Förderung zum Thema Hofbegrünung ins Leben gerufen.
  • Die Koordinierungsstelle Gemeinschaftlich Gärtnern eingerichtet, die Engagierte vernetzt und bei allen Fragen rund ums Gärtnern in Xhain hilft.
  • Als erster Bezirk einen Antragsprozess für Regentonnen im öffentlichen Raum etabliert sowie bereits einige Regentonnen aufgestellt.

Abfallvermeidung und Kreislaufwirtschaft

  • Mehrwegprojekte für Kaffeebecher und Pizzakartons am Boxhagener Platz und an der Admiralbrücke eingeführt.
  • In Zusammenarbeit mit der Berliner Stadtreinigung BSR-Kieztage zur mobilen haushaltsnahen Entsorgung von Sperrmüll und anderen Wertstoffen organisiert. Diese finden nun regelmäßig in den Kiezen statt und erfreuen sich hoher Beliebtheit und Akzeptanz bei den Anwohner*innen.
  • Eine Verpackungssteuer beantragt.

 

Bauen und Wohnen

Unsere Vision: Mieter*innen schützen – Haus für Haus. Mieten sind bezahlbar. Niemand wird mehr verdrängt. Bei Neubauprojekten stehen die Interessen der Menschen vor Ort sowie umweltpolitische Belange im Vordergrund.

Das haben wir erreicht

Erhalt und Schaffung von Wohnraum:

  • Am Hafenplatz den Abriss hunderter Wohnungen und das Abstellen von Heizung, Strom und Wasser verhindert.
  • Auf dem Dragonerareal ein neues Klimaquartier mit 500 Wohnungen und fossilfreier Wärmeversorgung geplant.
  • Die Anliegen der Anwohner*innen bei den Nachverdichtungsprojekten der WBM in Friedrichshain West unterstützt.
  • Mit den Mieter*innen für den Vorkauf durch die Genossenschaft/LWU in der Warschauer Straße 25 gekämpft.

Kampf gegen Verdrängung und Luxusprojekte:

  • Als erster Bezirk das möblierte Wohnen auf Zeit in Milieuschutzgebieten verboten und weiter für das kommunale Vorkaufsrecht gekämpft.
  • Das Bündnis „Wohnungsnot Stoppen“ gegründet, um Mieter*innen bei Eigenbedarfskündigungen zu helfen.
  • Dafür gekämpft, dass illegale Ferienwohnungen verschwinden.
  • Uns mit Initiativen und Anwohner*innen gegen den Abriss des SEZ und gegen neue Luxus- und Hotelbauten an der Warschauer Straße, der Oranienstraße und dem Gleisdreieckpark eingesetzt.

 

Mobilität

Unsere Vision: Kinder kommen sicher zur Schule. Menschen im Rollstuhl bewegen sich überall barrierefrei durch den Kiez. Zu Fuß und mit dem Fahrrad unterwegs zu sein, ist für Menschen jeden Alters selbstverständlich. In unseren Kiezen gibt es weniger Lärm und bessere Luft.

Das haben wir erreicht

Verkehrsberuhigung und Sicherheit:

  • Das bezirkliche Verkehrskonzept „Xhain beruhigt sich“ entwickelt, für mehr Ruhe, mehr Sicherheit und eine bessere Luftqualität.
  • Die Verkehrsberuhigung im Ostkreuzkiez umgesetzt.
  • Im Graefekiez durch Parkplatz-Entwidmung und Entsiegelung neue Aufenthaltsräume geschaffen.
  • Zwei Schulzonen vor der Jane-Goodall-Grundschule und der Modersohn-Grundschule umgesetzt. Vier weitere sind in Planung.
  • Sechs neue Parkraumbewirtschaftungszonen eingeführt. Bis Ende 2027 soll im gesamten Bezirk Parkraumbewirtschaftung umgesetzt sein.

Gleichberechtigte Teilnahme am Straßenverkehr:

  • Fünf neue Fahrradstraßen eingerichtet, über 14 km Radwege angelegt.
  • Das Abschleifen von Kopfsteinpflaster getestet – damit Radler*innen ruckelfrei vorankommen.
  • Liefer- und Ladezonen geschaffen, um gefährliches Zweite-Reihe-Parken zu reduzieren und Gehwege freizuhalten.
  • Uns für mehr barrierefreie Bushaltestellen eingesetzt.

 

Soziales

Unsere Vision: Wir setzen auf Prävention statt Repression, auf soziale Lösungen statt „Law and Order“. Friedrichshain-Kreuzberg bleibt ein Bezirk, der Verantwortung übernimmt – für ein solidarisches Miteinander und eine Stadt, in der niemand zurückgelassen wird.

Das haben wir erreicht

Unterstützung für obdachlose und gefährdete Menschen:

  • Eine ganzjährig geöffnete Notunterkunft für obdachlose Menschen eingerichtet, die Ohlauer 365.
  • Das Hilfesystem für drogengebrauchende Menschen verbessert, etwa durch mehr Drogenkonsumräume, mehr mobile Sozialarbeit und Therapieangebote.
  • Für die Weiterführung der Mittel aus dem Sicherheitsgipfel des Senats gekämpft, um u.a. öffentliche Toiletten, Park- und Kiezläufer*innen, aufsuchende Sozialarbeit und die Ausweitung der Öffnungszeiten von Konsumräumen zu finanzieren.

Konfliktlösung und Partizipation:

  • Den Einsatz von Park- und Kiezläufer*innen ausgebaut, die Konflikte entschärfen und Hilfe vermitteln, und uns gegen den Görli-Zaun eingesetzt.
  • Uns für ein Mobiles Bürgeramt eingesetzt, bei dem auch soziale Leistungen beantragt werden können. Damit das Amt zu den Menschen kommt, die es am dringendsten brauchen.
  • Wettbewerbe zur Freiraumgestaltung unter Beteiligung der Öffentlichkeit ausgeschrieben, beispielsweise am Lausitzer Platz.
  • Ein neues Quartiersmanagement-Gebiet für den Askanischen Platz erkämpft. Damit fließen rund 20 Mio. Euro in Baumaßnahmen und sozio-integrative Projekte im Quartier.

 

Kinder und Jugendliche

Unsere Vision: Kinder dürfen in unserem Bezirk überall Kind sein und haben sichere Orte für Spiel und Entfaltung. Ihre Stimme ist uns wichtig: Sie reden mit und bringen sich in die Gestaltung des Bezirks aktiv mit ein.

Das haben wir erreicht

Politische Teilhabe und Bildungsgerechtigkeit:

  • Die erste Interessensvertretung von Kindern und Jugendlichen im Bezirk ins Leben gerufen: das Jugend- und Kinder-Gremium Friedrichshain-Kreuzberg (JuKG).
  • Kindern und Jugendlichen ein Antrags- und Rederecht im Bezirksparlament gesichert.
  • Uns für den Erhalt des Schulstandorts der Reinhardswald-Grundschule stark gemacht – mit guter Aussicht auf Erfolg!
  • Ein gerechtes Losverfahren beim Übergang in weiterführende Schulen an allen Standorten im Bezirk eingefordert und umgesetzt.
  • Die Gründung und den Ausbau von Gemeinschaftsschulstandorten gefördert, wie etwa die Temple-Grandin-Gemeinschaftsschule – die nun zum Schuljahr 2026/27 als inklusive Gemeinschaftsschule an den Start geht.

Kind- und Klimagerechte Räume:

  • Die ersten inklusiven Spielplätze im Bezirk in der Krautstraße und in der Brachvogelstraße gebaut.
  • Das offene Sportangebot SpOrt365 im Görlitzer Park gerettet.
  • Als Teil von umfangreichen Klimaanpassungsmaßnahmen an Schulen uns für die Begrünung der Fassade an der Fichtelberg-Grundschule eingesetzt.
  • Schulhöfe, wie den der Pettenkofer-Grundschule, kindgerecht ausgestattet.
  • Den Park Auerdreieck aufgewertet und seinen Spielplatz unter Einbeziehung der Einwohner*innen saniert und mit „essbaren“ Bäumen bepflanzt.
  • Turnhallen für Familienangebote geöffnet.
  • Schulzonen mit Tischtennisplatten, Hochbeeten, Regentonnen und Bänken ausgestattet.

Kinderschutz und soziale Gerechtigkeit:

  • Uns für den Erhalt und Ausbau von Mädchen*-Zentren eingesetzt.
  • Kostenlose Menstruationshygieneprodukte in Schulen und Jugendfreizeiteinrichtungen platziert.
  • Uns dafür eingesetzt, dass Sportvereine das Kinderschutzsiegel erwerben und Kinderschutzmaßnahmen aktiv umsetzen.

 

Kultur

Unsere Vision: Die kulturelle Vielfalt in unserem Bezirk ist grenzenlos. Kultur ist unabhängig vom Geldbeutel für alle offen.

Das haben wir erreicht

Neue Kultur- und Begegnungsorte:

  • Mit der Kapelle 99 einen neuen und für alle offenen Kultur- und Veranstaltungsort im Bezirk eröffnet.
  • Die Planung des Wiederaufbaus der 1938 in der Progromnacht niedergebrannten Synagoge Fraenkelufer als ein Jüdisches Zentrum für Begegnung, Lernen, Kultur und Miteinander unterstützt.
  • Eine Machbarkeitsstudie und ein Gutachten für ein neues Nutzungskonzept des Baerwaldbads in Auftrag gegeben.

Sichtbarkeit & lebendige Nachbarschaft:

  • Mit Straßenumbenennungen Frauen, queeren Menschen und anderen marginalisierten Gruppen mehr Sichtbarkeit im öffentlichen Raum gegeben, etwa mit der Audre-Lorde-Straße, der Regina-Jonas-Straße oder der Freia-Eisner-Straße.
  • Den 1. Mai durch die Förderung kleiner kultureller Angebote wieder mehr zum Nachbarschaftsfest anstatt zur Touri-Meile gemacht.
  • Die Bibliotheken durch längere Öffnungszeiten, das Bibo-Bike und das neue Medienmobil gestärkt.

 

Demokratie und Teilhabe

Unsere Vision: In unserem Bezirk sind alle Menschen willkommen und fühlen sich sicher. Hass und Hetze haben hier keinen Platz.

Das haben wir erreicht

Barrierefreiheit und Gleichstellung:

  • Die Schaffung von Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderungen in der Verwaltung aktiv vorangetrieben.
  • Uns dafür eingesetzt, dass die Kosten für die Beförderung von Schüler*innen mit Behinderung auch in den Ferienzeiten übernommen werden.
  • Das erste inklusive Sportfunktionsgebäude am Waldecksportplatz gebaut und den Grundstein für weitere inklusive Sportplätze gelegt.
  • Die Barrierefreiheit von Bestandsbauten und öffentlichen Gebäuden vorangetrieben.

Bildung und Integration:

  • Dafür gekämpft, dass geflüchtete Kinder in Regelklassen unterrichtet werden und so schneller bei uns ankommen können.
  • Die Anlauf- und Fachstelle Diskriminierungsschutz ausgebaut und vor der Schließung geschützt.
  • Der*die erste Queerbeauftragte*r des Bezirks hat seine*ihre Arbeit aufgenommen.

Gedenken und Gewaltprävention:

  • Aushänge in öffentlichen Gebäuden verteilt, um über das Hifetelefon Gewalt gegen Frauen zu informieren.
  • Neue Stolpersteine in Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus verlegt.
  • Anlässlich des Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen den Fachtag „Gewalt an Frauen mit Behinderung“ unterstützt.