Antrag eingebracht von Jutta Schmidt-Stanojevic, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zur BVV am 24. Mai 2023
Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:
Das Bezirksamt wird beauftragt in Zusammenarbeit mit den Jobcentern, den Jugendberufsagenturen und den Rehabilitationsträgern Maßnahmen zu entwickeln, um den Zugang für Menschen mit Behinderungen auf dem 1. Arbeitsmarkt zu fördern.
Außerdem soll das Bezirksamt für Schüler*innen mit Behinderungen eine Jobbörse mit Vertretern der Wirtschaft und den Förderschulen und den Inklusiven Schulen durchzuführen.
Zusätzlich sollen Freie Träger eingebunden werden, um über das Budget für Arbeit und dem Budget für Ausbildung Informationen zu vermitteln.
Begründung:
Auch nach Verabschiedung der UN-Menschenrechtskonvention werden Menschen mit Behinderung immer noch im gesellschaftlichen Leben benachteiligt. Das zeigt sich ganz besonders auf dem Arbeitsmarkt. Immer noch arbeiten viele Menschen mit Behinderung in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung und haben kaum Zugang zum allgemeinen Arbeitsmarkt. Viele Firmen beauftragen die Werkstätten für Menschen mit Behinderungen, um so der Zahlung der Ausgleichsabgabe zu entgehen. Vielen Schüler*innen bleibt auch nur der Weg in eine Werkstatt.
Leider stellen viele Betriebe Menschen mit Behinderung nur unzureichend ein. Menschen mit Behinderung haben auch die Qualitäten, auf dem ersten Arbeitsmarkt zu bestehen.